Auf dem Weg zur klimafreundlichen Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs hat die Transdev-Gruppe einen neuen Meilenstein erreicht: In Sachsen fuhr am frühen Morgen des 2. Februar 2026 auf der Linie RE 6 Chemnitz – Leipzig zum ersten Mal ein batterieelektrischer Zug für die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) offiziell im Fahrgastbetrieb. Pünktlich um 5:31 Uhr machten sich die beiden Triebwagen vom Typ Alstom Coradia Continental BEMU in Doppeltraktion von Chemnitz Hbf aus auf die Reise nach Leipzig Hbf, wo sie ebenso pünktlich ankamen. Viele Fahrgäste zeigten sich begeistert von den neuen, komfortablen und leisen Zügen.

Bis Sommer 2026 durchgehend elektrisch Gemeinsam mit den Aufgabenträgern Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) setzt Transdev ein wichtiges Zeichen für einen noch klimafreundlicheren Bahnverkehr. Die Akkuzüge verbessern nachhaltig die Umweltbilanz und stärken eine der wichtigsten Verbindungen in Mitteldeutschland, die 2025 über zwei Millionen Fahrgäste nutzten. Zunächst wird ein Umlauf des RE 6 elektrisch gefahren – jede vierte Fahrt ist damit ab sofort eine batterieelektrische Fahrt. Die verbleibenden Zugfahrten folgen sukzessive, bis voraussichtlich im Sommer die vollständige Flotte mit elf Fahrzeugen ausgeliefert und im Einsatz ist.
Die Einführung der Akkuzüge auf dem RE 6 und der parallele Ausbau der Elektromobilität im Regionalbusverkehr zeigen: Wir treiben die Verkehrswende im Schulterschluss mit unseren Partnern konsequent voran. Mit den neuen Batteriezügen und einer der bundesweit höchsten E Bus Quoten setzen wir ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität in der Region und für ganz Sachsen.

Geladen wird zwischen den Fahrten Das Modell Coradia Continental BEMU verfügt über Akkumulatoren mit 840 kWh Bruttokapazität. BEMU steht für Battery Electric Multiple Unit (deutsch: Batterie-Elektrotriebwagen). Die Fahrzeuge werden während der Zugwende an den Endbahnhöfen Chemnitz und Leipzig über die Oberleitung in knapp einer Stunde nachgeladen. Ein weiteres Laden ist auf der 81 Kilometer langen, nicht elektrifizierten Strecke nicht nötig. Die Reichweite der Züge beträgt bis zu 120 Kilometer pro Ladung. Die Fahrzeuge verkehren in der Regel in Doppeltraktion mit insgesamt 300 Sitzplätzen, davon 18 in der ersten Klasse. Für Fahrgäste unterscheiden sich die Akkuzüge optisch nur durch die Batterien auf dem Dach von den bereits seit vielen Jahren zuverlässig auf der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Dresden, Chemnitz, Plauen und Hof verkehrenden elektrischen Coradia Continental Zügen (RE 3, RB 30, RB 45).
Batteriezüge als Teil der E Mobility Initiative von Transdev Die Inbetriebnahme der batterieelektrischen Züge auf der Linie RE 6 fügt sich in eine umfassende E Mobility Strategie von Transdev in der Region ein. Seit dem 1. Januar 2026 betreibt die Transdev Tochter Regionalverkehr Westsachsen GmbH (RVW) im Auftrag des Landkreises Zwickau unter einem erneuerten Verkehrsvertrag das vollständige Regionalbusnetz. Rund 70 Prozent der jährlich gefahrenen 4,1 Millionen Buskilometer werden künftig mit Elektrofahrzeugen erbracht. Parallel wird das Netz ausgebaut und das Angebot weiter verbessert.
Weiterer Hintergrund zum Einsatz der neuen Akkuzüge gibt es auf der Webseite des Aufgabenträgers Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS).
Einen TV-Bericht zum Start des ersten Akkuzuges aus dem Nachrichtenmagazin Sachsenspiegel gibt es in der Mediathek des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR).