Geschichte

Erfahrung seit über 110 Jahren

2016

Das Jahr beginnt mit einem Schock für die ganze Unternehmensgruppe: Beim Frontalzusammenstoß zweier Meridian-Züge auf eingleisiger Strecke bei Bad Aibling kommen in den frühen Morgenstunden des 9. Februar 2016 zwölf Menschen ums Leben. Fast 90 Insassen werden verletzt.

Vom 1. bis 3. Juni ist Transdev erstmals Mitveranstalter beim Deutschen Nahverkehrstag in Koblenz und präsentiert unter anderem den unternehmenseigenen Fahrsimulator für die Fort- und Ausbildung von Triebfahrzeugführern.

Die Transdev-Gruppe kann weiter wachsen und sich neue Geschäftsfelder erschließen: Im Rhein-Main-Verkehrsverbund wird der erste größere Auftrag beim Vertrieb von Fahrkarten gewonnen.
Die Heidenheimer Verkehrsgesellschaft startet am 1. Juni 2016 mit ihrem neuen Business-Shuttle und bringt Kunden auf Bestellung bequem und direkt zu den Flughäfen in Stuttgart, München oder Frankfurt/Main.

Am Samstag, den 10. Dezember 2016, fährt die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) zum letzten Mal im Regionalverkehr auf der Marschbahn von Hamburg nach Westerland (Sylt). Nach 16 Jahren hat das Unternehmen in Schleswig-Holstein keine Aufträge mehr.

Zum Jahresende werden nach gewonnenen Ausschreibungen mehrere neue Buslinien und Busnetze in Betrieb genommen, unter anderem in Offenbach, Wiesbaden, Kirchheim/Teck, Rendsburg und im Main-Taunus-Kreis.

2015

Zum 1. Januar 2015 greift eine neue Organisationsstruktur mit erweiterter Geschäftsführung und Executive Board. Die Funktion des Chief Commercial Officers (CCO) übernimmt dabei Dr. Tobias Heinemann. Im Juli ergänzt Younès Rouissi als Geschäftsführer und Chief Financial Officer (CFO) das Führungsteam.

Ein wichtiger Termin ist der 16. März 2015: Die Veolia Verkehr GmbH firmiert nun als Transdev GmbH.

Neue bedeutende Bahnaufträge werden gewonnen, sowohl in Bayern rund um Augsburg als auch in Sachsen: Dort übernimmt ab Dezember die Mitteldeutsche Regiobahn den Regionalverkehr auf der Strecke Leipzig – Chemnitz. Zudem erfolgt der Zuschlag für den Betrieb des Elektronetzes Mittelsachsen ab Mitte 2016, das von der Landeshauptstadt Dresden über Chemnitz und Zwickau bis ins bayerische Hof reicht.
Auch im Busbereich geht es voran: Das innovative Mobilitätskonzept „Fahrrad2Go“ zur Mitnahme von bis zu zehn Fahrrädern in Linienbussen bei der Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH wird vom Land Baden-Württemberg mit dem ÖPNV-Innovationspreis ausgezeichnet.
Neben dem Gewinn kleinerer Busnetze steht ein kurzfristiger Großauftrag bevor: Die Transdev Rhein-Main GmbH soll für ein Jahr übergangsweise die Stadtverkehre in den Nachbarstädten Bad Homburg und Oberursel mit insgesamt 35 Linien übernehmen. Der Anschlussvertrag ab 2017 wird zwischenzeitlich neu ausgeschrieben und kann 2016 ebenfalls von Transdev gewonnen werden.

2014

Christian Schreyer übernimmt am 1. Juli 2014 den Vorsitz der Geschäftsführung der Veolia Verkehr GmbH. Unter der neuen Führung geht Veolia Verkehr mit dem Geschäftsfeld “Buslogistik für Großevents” neue Wege und bietet nun maßgeschneiderte Mobilitätslösungen für Großevents an.

Ende 2014 sieht sich das Unternehmen dazu gezwungen, sich von dem Geschäftsfeld Fernverkehr zu verabschieden. Aufgrund der erdrückenden Konkurrenz durch Fernbusse wird der erste eigenwirtschaftliche Fernverkehrszug Deutschlands, der InterConnex, auf der Strecke Rostock-Berlin-Leipzig nach 12 Jahren zum Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt.

2013

Seit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 betreibt die Bayerische Oberlandbahn GmbH die Strecken München – Rosenheim – Salzburg/Kufstein und München – Holzkirchen – Rosenheim unter dem Namen der Meridian. Die Veolia-Verkehr-Tochter erhält bei einer europaweiten Ausschreibung in 2010 von der Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) den Zuschlag für das E-Netz Rosenheim.

Veolia Transdev international verkündet die Umfirmierung zu Transdev. Der Anteilseigner Veolia Environnement (ehemals CGEA) erklärt auf einer Pressekonferenz, dass der Gesamtkonzern seine Geschäftsanteile an der Transportsparte reduzieren und sich daher namentlich zurückziehen will.

2011

Veolia Transport und das französische Unternehmen Transdev fusionieren am 3. März 2011 zu Veolia Transdev, dem weltweit größten Anbieter im öffentlichen Personenverkehr.

Seit der Gründung im Jahre 1990 war Transdev von einem kleinen französischen Unternehmen zu einem der bedeutendsten internationalen Anbieter im ÖPNV auf über 2,51 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Insgesamt umfassen die Transdev-Aktivitäten vor der Fusionierung mit Veolia Transport 89 städtische ÖPNV- und 44 regionale Bus-Netze. Dabei werden 14 Städte mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern, acht Großstädte mit 300.000 bis einer Million Einwohnern und sechs Großstädte mit über einer Million Einwohnern erfolgreich bedient.

In Deutschland handelt es sich konkret um sechs in 2006 erworbene Busverkehre in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die fortan zur Veolia-Verkehr-Gruppe gehören.

2009

Veolia Verkehr wird Gründungsmitglied der “Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr e.V.”. Die neue Anlaufstelle für Fahrgäste nimmt zum 1. Dezember 2009 ihre Arbeit in Berlin auf.

2006

Im Mai 2006 firmiert die Connex Verkehr GmbH zur Veolia Verkehr GmbH.

2005

Zum Fahrplanwechsel 2005 übernimmt die Connex-Tochter Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB) den bislang von der Deutschen Bahn betriebenen Schienenpersonennahverkehr auf der Marschbahn (Hamburg-Altona–Westerland/Sylt). Hierzu wird ein eigenes Betriebswerk in Husum errichtet.

Bis 2004

Am 1. März 2002 nimmt der InterConnex, als erster privatwirtschaftlicher Fernzug Deutschlands, seinen Betrieb von Leipzig über Berlin nach Rostock/ Warnemünde auf.
Kurz darauf stellt die DEGV ihre Unternehmensaktivitäten ein und übergibt die Verantwortung für die Bahninfrastruktur an die verschiedenen lokalen Eisenbahn- und Omnibustochtergesellschaften ab, die in allen Teilen Deutschlands entstanden waren. In 2004 erfolgt der Umzug der Unternehmenszentrale der Connex Verkehr von Frankfurt am Main nach Berlin.

2000

Ab 1. Januar 2000 wird die CGEA (Compagnie Générale d’Entreprises Automobiles) zum hundertprozentigen Anteilseigner der DEGV. Sie firmierte ab August in Deutschland unter dem Namen Connex Verkehr.
Darüber hinaus wurde Connex Verkehr in die Geschäftsbereiche Connex Regiobahn, Connex Stadtverkehr und Connex Cargo Logistics umstrukturiert. Die DEGV blieb weiterhin für die Bahninfrastruktur innerhalb der Gruppe zuständig.

Am 5. November 2000 nimmt die NordWestBahn im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) den Betrieb für das Weser-Ems-Netz in Niedersachsen auf. In den darauf folgenden Jahren sollten noch zahlreiche Verkehrsleistungen hinzukommen, u. a. der Betrieb der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen in 2008.

Bis 1997

Mit der Marktöffnung des SPNV in Deutschland, beteiligt sich auch die DEGV an Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen auf der Schiene. 1997 erhält sie zusammen mit der Bayerischen Zugspitzbahn AG den Zuschlag für das Netz der Bayerischen Oberlandbahn, in dem auch heute noch die Bayerische Oberlandbahn auf der 120 km lange Strecke zwischen München und Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries unterwegs ist.

Die französische CGEA-Gruppe (Compagnie Générale d’Entreprises Automobiles), eine Vorgängergesellschaft des Transdev-Konzerns, übernimmt 60 Prozent der Anteile von der Aktiengesellschaft für Industrie und Verkehrswesen (AGIV), 40 Prozent übernimmt die EnBW (Energie Baden-Württemberg AG).

Ab 1960

Trotz aller Anstrengungen zur Attraktivitäts- und Produktivitätssteigerung müssen aufgrund starker Marktverluste an den wachsenden Individualverkehren einige Bahnbetriebe eingestellt bzw. auf Busverkehr umgestellt werden. Die DEG firmiert in die DEG-Verkehrs-GmbH (DEGV) und übernimmt mehr und mehr Beratungstätigkeiten.

Ab 1945

Nach Kriegsende wird der DEG zum 1. August 1945 zusätzlich die Betriebsführung von Bahnen der Allgemeine Deutsche Eisenbahn-Betriebs-GmbH (ADEG) und der Eisenbahnbau- und Betriebsunternehmung Lenz & Co. GmbH in den westlichen Besatzungszonen übergeben. Die Unternehmen haben einen wesentlichen Teil ihres Aufgabengebietes an die Sowjetische Besatzungszone verloren, da viele der betriebenen Bahnen in den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie lagen.

Vor 1945

Am 18. Januar 1898 wird die AG für Bahn-Bau und -Betrieb (BBB) mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet. In den darauffolgenden Jahren, die von steigender Nachfrage an Schienenpersonenverkehrsleistungen geprägt sind, werden verschiedene Bahnen in die BBB eingegliedert, u. a. die Württembergische Eisenbahn (WEG), welche sich mittlerweile seit über 100 Jahren im Personenverkehr der Region Stuttgart behauptet.

Auf der Straße nehmen 1929 unsere ersten Buslinien den Betrieb auf. Die BBB fimiert am 22. Mai 1929 in Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft AG (DEAG), später DEGA und DEG, um. Sie soll rund einhundert Jahre lang eine der bedeutendsten Betriebsgesellschaften von Privatbahnen in Deutschland sein.

In den Jahren 1930/31 werden von der DEGA insgesamt – einschließlich der Strecken in Württemberg – 24 Bahnen mit einer Streckenlänge von 450 km betrieben. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg gehören zu der DEGA – außer den württembergischen Nebenbahnen – zehn Bahnen mit einer Streckenlänge von 180 Kilometern.