Eisenbahner mit Herz

Die Spannung steigt: Wer wird Eisenbahner mit Herz 2017?

Aus zahlreichen Reiseerlebnissen, die Bahnkunden bis 31. Januar 2017 an den Interessenverband Allianz pro Schiene gesendet hatten, wurden nun alle Nominierte ermittelt, die sich in einer Online-Galerie mit ihren Geschichten präsentieren.

Eisenbahner mit Herz Linda

Sieben der Kandidaten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Transdev-Gruppe, die Fahrgästen in besonderen Reisesituationen durch außergewöhnliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aufgefallen waren. Alle von den Kunden vorgeschlagenen Eisenbahner sind ab sofort mit ihrer Geschichte sowie einem kurzen Portrait in einer Online-Galerie vorgestellt.

Nominiert ist BOB-Kundenbetreuerin Angelika Bierstedt, Mitarbeiterin des Transdev-Tochterunternehmens Bayerische Oberlandbahn GmbH mit Sitz in Holzkirchen. Sie hatte sich aufopferungsvoll um einen Fahrgast der Bayerischen Oberlandbahn gekümmert, nachdem dieser von Mitreisenden mit Rollkoffern „angefahren“ worden war.

Der nächste Kandidat ist BOB-Triebfahrzeugführer Thomas Hindelang, der seine Fahrgäste regelmäßig mit originellen Durchsagen zu Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke durch das Bayerische Oberland begeistert.

Mit dabei ist auch NordWestBahn-Servicemitarbeiterin Silke Lassey-Dablah aus Bremen, die einem Fahrgast durch außergewöhnliche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit aufgefallen war.

Der nächste im Bunde ist WEG-Triebfahrzeugführer Walter Kuch, der mitten im Wald kurz vor Böblingen seinen Zug stoppte, um einem Mann zu helfen, der im Graben neben dem Bahngleis lag.

Ebenso überzeugte Astrid Stolle von der NOB mit ihrem beherzten Hilfseinsatz auf der Fahrt von Hamburg nach Sylt. Ein Bahnreisender verlor vor Schmerzen wegen einer Herzkrankheit unterwegs das Bewusstsein. Die Kundenbetreuerin setzte in sekundenschnelle den lebensrettenden Notruf ab, so dass nur Minuten später der Arzt beim Patienten war und ihm die passenden Medikamente verabreichen konnte.

Siegfried Boese tritt als 6. Kandidat zum Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ an. Als Triebfahrzeugführer beim Meridian erfüllte er dem 16-jährigen Felix einen Herzenswunsch – einen Tag lang Lokführer spielen. Weil der junge Eisenbahnfan in einer Chat-Gruppe die Selbstmordankündigung eines Freundes gehört und sofort die Polizei gerufen hatte, bekam er in den Münchner Medien den Beinamen „der Lebensretter“ und hatte einen Wunsch frei. Herr Boese ermöglichte dem tatkräftigen Felix die lang ersehnte Fahrt im Führerstand und bekam danach das höchste Lob, das ein Junge überhaupt aussprechen kann: „Es war sau cool“.

Zu guter Letzt freuen wir uns, Ihnen Mattias Hilbert vorstellen zu dürfen. Als Zugbegleiter bei der Transdev Mitteldeutschland GmbH half er einem Fahrgast aus der Patsche, nachdem dessen Handy-Akku den Dienst versagte und die auf dem Handy gespeicherte Fahrkarte nicht mehr angezeigt werden konnte. Herr Hilbert holte kurzerhand sein eigenes Ladekabel und wartete geduldig, bis das Mobiltelefon des Fahrgastes wieder genug Akku hatte, um das Ticket anzuzeigen.

Wir wünschen allen unseren nominierten Kollegen viel Erfolg. Eine Fachjury aus Eisenbahngewerkschaften, Fahrgastverbänden und Verkehrsclubs kürt im nächsten Schritt aus allen Titelanwärtern am 26. April 2017 die Sieger in Berlin. Die Spannung steigt!

Der Wettbewerb unter dem Vorsitz der Allianz pro Schiene findet bereits zum siebten Mal in Folge statt. In den Jahren 2014 und 2015 erhielten jeweils Transdev-Mitarbeiter die Goldmedaille. Und auch in 2016 konnte die Gruppe mit drei Landessiegern aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt überzeugen.

Christian Schreyer zum Wettbewerb

Interview mit Christian Schreyer, Geschäftsführer Transdev, zum Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" der Allianz pro Schiene